Als hätten wir es geahnt
Eine Woche auf der Insel Als in Dänemark
Als/Dänemark im Oktober 2011
Die Tage werden wieder kürzer und die Wassertemperatur fällt stetig. Doch die Trutten kommen noch nicht so recht in Schwung. Auffällig ist auch, dass es keine konkreten Beißzeiten gibt, manche Fische werden früh morgens, andere mittags und manche auch abends gefangen. Unsere Truppe (Marco, Andi, Sascha, Florian, Olaf und ich) fischte Ende Oktober auf der süddänischen Insel Als. Und auch dort hatten wir teilweise mit sehr schwierigen Bedingungen zu kämpfen. Im Laufe der Woche nahm der Wind immer weiter zu und das Werfen wurde immer beschwerlicher, an einigen Strandabschnitten sogar unmöglich. Die Fliegenfischer unter uns mussten so wieder zur Spinnrute greifen.
Erfreulich war, dass Marco seine erste Meerforelle auf Fliege fangen konnte, Andi einen Butt auf Fliege und ich weniger Gepäck mit nach Hause nehmen musste, da ich einen Rutenbruch hatte ;-( Auch die Gemeinde Flensburg darf sich freuen, denn Marco und ich haben uns in einer 30er Zone kurzfristig dazu entschlossen, ein paar Euros für die Stadtkasse zu spenden. Ein sogenannter POM kann den Vorfall sogar bezeugen. Na, wenn das nichts ist! Am Montag früh standen wir bereits um 5.30 Uhr im Wasser und das Blech flog in die Fluten. Ich konnte eine Untermassige fangen und bei Sascha stieg ein richtiges Brett ein, nach 10 Metern im Drill war der Spuk aber auch schon wieder vorbei. Am Dienstag konnte Andi denn endlich die Truppe vernünftig entschneidern und brachte eine stramme 58er zum Maßband. Olaf reiste erst am Mittwoch an, wo Marco und ich bereits wieder zuhause waren. In Punkto Bettenwechsel lagen wir also ganz weit vorne. In Punkto Fänge lässt sich da sicherlich noch eine Schippe drauf legen. Aber in Punkto Vielfalt waren wir uns alle einig: Die Insel Als hat tolle Strände, einsame Steilküsten und vielversprechende Riffs zu bieten. Deshalb wird es mit Sicherheit nicht unser letzter Besuch gewesen sein, auch wenn Marco dann wieder um 1.30 losfahren muss, die tolle Natur ist es auf alle Fälle wert!
Fotos und Text: Jörn Wittenberg
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