Ausdauer wird belohnt
Fehmarn, 05.04.2010
Krumme Ruten und dicke Meerforellen, klar, dass wollen nach diesem scheinbar nicht enden wollenden Winter alle! Die Wassertemperatur um Fehmarn liegt bei schlappen 3 bis 4 Grad. An einigen Stränden finden sich sogar noch Schneereste, die langsam dahin schmelzen. Die Meerforellen-Fänge sind bisher allerdings noch alles andere als zum dahin schmelzen. Es gibt stellenweise viele Grönländer und auch Nachläufer und Kontakte, aber der Durchbruch lässt noch auf sich warten. Insgesamt sind die Fänge eher vereinzelt und auch tageweise sehr unterschiedlich. Damit die Sache konstanter wird, muss es wärmer werden und dann kommen auch die größeren Fische zum Jagen unter Land. Aber das Gute ist ja, die Top Monate April und Mai liegen noch komplett vor uns! Juhu!
Ein bisschen was geht aber auch jetzt schon. Und meine ersten Kunden in diesem Jahr bewiesen allesamt Durchhaltevermögen und den nötigen Einsatz. Zur Belohnung wurde dann auch das ein oder andere Mal gesilbert. Sascha, der zusammen mit seinem Vater Olaf schon mit einer kompletten Profiausrüstung am Strand auflief, durfte gleich zweimal silbern! Und die magischen 1.000 Würfe musste er nicht mal ausreizen. Die beiden waren so gut ausgerüstet, dass sie sogar Watstöcke und eine handgefertigte Rute im Kofferraum hatten. Respekt!
Die beiden lustigen Fockbecker Jörg und Klaus, die mich am Sonntag an der Küste begleiteten, kanten kein Erbarmen und zum Schluss kamen sogar noch der Spirolino und die Bienenmade zum Einsatz. An manchen Tagen muss man halt kreativ sein. Und wenn Sie mal eine wirklich originelle Geschenkidee suchen, da kann ich Ihnen die Original Fockbeker Aalversupermettwurst empfehlen. Zu bekommen im Geschäft von Jörg in Fockbeck (www.fleischerei-brauer.de).
Ein paar Tage vorher lief es bei Dominik und Frank aus der Pfalz noch recht langsam an, bis wir dann am späten Nachmittag die ersten Nachläufer und Kontakte verzeichnen und auch manche Meerforelle drillen konnten. Neben uns spielte sich dann allerdings ein ganz spezielles Szenario ab: Wir fischten konzentriert und spulten unsere Würfe in Richtung Horizont ab. Da spazierten keine 100 Meter neben uns seelenruhig zwei Spinnfischer ins Wasser und stellten sich gemeinsam auf die Riffspitze. 3 Würfe später (ich schreibe es lieber noch mal aus: Drei) konnten wir dann einen 5 minütigen Drill erleben und ganz geschmeidig wurde ein dicker Heringsfresser eingetütet. Tja, so ist das mit der Meerforellenfischerei. Und gerade das macht die Tage am Strand ja so interessant: Man weiß nie, wo es einschlägt und schon gar nicht, wie groß der Einschlag wird ... Und der Sonnenuntergang an diesem 15 Grad warmen Tag - ein Traum! Diese Momente sind es, die einen Tag am Meer erlebenswert machen.
Fotos und Text: Jörn Wittenberg
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