Ganz reLACHSed
Da geht wieder was
Ostholstein, 05.04.2011
Die angenehme Frühlingssonne und das trockene Wetter sorgten am vergangenen Wochenende für ordentlich Betrieb an unseren Küsten. Die bekannten Hot Spots glichen teilweise U-Bahn Haltestellen in Hamburg morgens um 7.45 Uhr. Ich hatte mich am Samstag mit Klaus-Peter getroffen (Klaus hatte letztes Jahr am 29.03. die dicke 82er gefangen) und wir fanden trotz dem Getümmel noch ein ruhiges Plätzchen. Nach einer Viertelstunde hatte ich bereits den ersten Biss, doch keine 10 Sekunden später spukte die Meerforelle den Köder wieder aus. Gleich noch mal nachsetzen dachte ich mir und vier Würfe später knallte es wieder in der Rute. Eine knapp massige Forelle glitt in meine Hand und wurde postwendend released. Zum Glück saß der Haken ganz vorne in der Unterlippe. Das Meeresrauschen im Ohr, den Wind um die Nase und die Frühlingssonne im Gesicht, was will man mehr!? Wir jedenfalls nichts!
Ganz relaxed lief es auch die Woche zuvor bei Karsten, Rolf, Klaus und Thomas. Wir konnten zwar den ganzen Tag nicht einen einzigen Biss verzeichnen, aber am Sonntag bekam Thomas seine Belohnung für stundenlanges Werfen in der zu der Zeit noch 3 Grad kalten Ostsee: Eine 7 Pfund schwere und 75 Zentimeter lange Meerforelle. Bei genauerer Betrachtung offenbarte sich allerdings eher ein Hybrid als eine reinrassige Meerforelle. Die eindeutigen Anzeichen für einen Lachs mischten sich mit den typischen Merkmalen einer Meerforelle. Der Fisch hatte eine eher lachstypische Schwanzwurzel, viele schwarze Punkte im oberen Bereich der Seitenlinie und die Schwanzflosse machte einen leicht eingekerbten Eindruck. Ich tippe auf einen Hybriden mit 80% Meefoanteil. Wie dem auch sei, ein echt fischiger Tag war es trotzdem für Thomas. Sein Fang hat ihn direkt in die XL-Galerie befördert.
Fotos und Text: Jörn Wittenberg
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