Meerforellen Guiding
Fehmarn, 12.10.2009
...hat im Herbst seine ganz besonderen Reize! Und genau deshalb hatten sich Dirk und sein Sohn Nikolas aus Braunschweig ganz kurzfristig zum Meerforellen Guiding angekündigt. Am Samstag als die Familie auf Fehmarn ankam und in Staberdorf ihr Quartier bezog, konnte man Fehmarn ruhigen Gewissens als Waschküche bezeichnen. Dunkler und diesiger Himmel, Dauerregen, Temperaturen um die 9 Grad und Ostwind der Stärke 5 mit teilweise kräftigen Böen. Ich selbst war ebenfalls bereits am Samstag an der See und mochte bei den Wetterbedingungen gar nicht an den nächsten Tag denken.
Sonntagfrüh um 8 Uhr trafen wir uns und es ging gemeinsam zum Strand. Die beiden waren bereits ganz gespannt auf ihr Meerforellen Guiding mit mir an diesem Tag. Der Wind hatte über Nacht bereits nachgelassen und ein wenig gedreht. Die Temperatur lag um die 10 Grad und es war trocken. Niko war ziemlich überrascht wie es sich in Wathosen anfühlt und macht seine ersten Erfahrungen damit. Dirk wusste bereits wie der Hase läuft und stapfte gleich als Erster ins Wasser und begann den Blinker in die Fluten zu schmeißen. Es dauerte keine 10 Minuten und er hatte die erste Meerforelle im Drill. Ich hatte noch nicht mal den Kescher, geschweige denn die Kamera startklar gemacht. Es kam eine braun gefärbte 50er Meerforelle raus, die auch gleich wieder zurückgesetzt wurde. Jetzt während der Schonzeit sollte man nicht verletzte Tiere umgehend zurück ins Nass befördern und sie ziehen lassen.
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Als nächstes war Niko an der Reihe und konnte einen Grönländer über den Kescherrand ziehen. Fisch Nummer 3 konnte meinem knallgelben Küstenwobbler nicht widerstehen und biss ziemlich dicht vor meinen Füssen. Das Keschern gestaltete sich etwas schwierig, weil gerade die kleinen Grönländer oft sehr munter sind und wild in alle Richtungen versuchen auszubrechen. Dirk eilte mir zu Hilfe und kescherte den Fisch für mich. Der Drilling saß zum Glück ganz vorne und ich konnte ihn ohne Probleme lösen. Die Meefo flitzte dann gleich wieder ab in die Tiefen der Ostsee. Niko hatte mittlerweile so kalte Finger, dass der Kaffee als Handwärmer herhalten musste und er sich die Frage stellte, warum es eigentlich keine Ruten mit eingebautem Handwärmer gibt!? Ja, warum eigentlich nicht liebe Angelindustrie? Wir hätten sie an diesem Tag jedenfalls gebrauchen können. Dirk verbrachte eindeutig die meiste Zeit von uns Dreien im Wasser und hatte mittags locker schon seine 200 Würfe absolviert. Die Meerforellen störte es wenig und es wurde ein recht zäher Tagesverlauf. Zumindest am späten Nachmittag zeigte sich noch mal die Sonne und nach einem letzten Platzwechsel folgte noch ein weiterer blitzblanker Grönländer. Auch Niko hatte noch mal ein Chance und wäre ich mit dem Kescher 5 Sekunden eher bei ihm gewesen...naja, den Rest können Sie sich denken. Abschließend bleibt zu sagen, dass die Beiden jeder ihre erste Meerforelle überhaupt fangen konnten, auch wenn uns die großen Silberbarren an diesem Tag nicht an die Köder gingen. Es war ein erfolgreiches Meerforellen Guiding und nach 9 Stunden am Wasser machten wir uns auf den Rückweg. Bereits am gleichen Abend sollte es "Meerforellenfilet auf der Hautseite gebraten" bei Dirk und seiner Familie geben. Guten Appetit!
Fotos und Text: Jörn Wittenberg
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