Neues aus Dorschland

Ostholstein, 22.11.2009

Oft sind es die Tage nach einem Sturm, die die besten Erfolge bringen beim Fischen. Das Meer wurde ordentlich durchgeschüttelt und die Fische ziehen die Kanten und Fressplätze ab um nach Nahrung zu suchen. Oft kann auch ein Strandabschnitt nach einem heftigen Sturm sein Gesicht völlig verändern. Dann gilt es sich erneut "einzufischen" und den Abschnitt neu kennenzulernen. Ich besuche gerne auch etwas abgelegene Strände, die eben nicht vom Parkplatz aus in bequem 2 Minuten Fußmarsch zu erreichen sind.

Und das 20 Minuten in voller Watmontur und mit Gepäck keine Freude sind, ist mir auch klar. Aber wer Erfolg haben will, muss auch bereit sein die ausgetretenen Pfade zu verlassen und sich auf neue Abenteuer einzulassen. Zwei Tage schienen die Bedingungen perfekt zu sein: Leicht auflandiger Wind, Strömung, Sonnenschein und ich hatte Wochenende. Also die perfekten Vorraussetzungen für einen Angeltripp an die Küste. Nullnummer! Beide Tage! Tag 3, nach 5 Tagen Herbststurm brachte den Volltreffer: 12 Dorsche, davon 6 gut massige.

14 Tage später pustete und stürmte es erneut, mit bis zu 9 Windstärken aus östlichen Richtungen. Gerade im Herbst sind die Ostwinde heftig und kalt. Nachdem sich der Sturm gelegt hatte, startete ich eine Tour mit der Spinnrute. Dem Snaps-Draget sei Dank, 7 Dorsche konnte ich über den Kescherrand führen, die Mägen waren prallvoll mit Krebsen.

Wenn ich jetzt den Wetterbericht studiere und von Herbststürmen die Rede ist, nur die Ruhe-viel interessanter wird´s danach!

Fotos und Text: Jörn Wittenberg

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