Lachs-Gigant aus der Stör
Glückstadt, 22.01.2010
Die Stör ist einer der größten Nebenflüsse der Elbe im schönen Schleswig-Holstein. Sie ist etwa 87 Kilometer lang und trägt ihren Namen nicht ohne Grund. Vor Jahrhunderten war es ein Fluss mit einem Störvorkommen, das dem einiger russischer oder kasachischer Flüsse in nichts nachstand. Heute schütz das 1975 errichtete Störsperrwerk den Fluss gegen die im Herbst und Winter auftretenden Sturmfluten der Nordsee. Die Bedeutung als Frachtweg geht immer weiter zurück und aufgrund stetig steigender Wasserqualität werden auch immer mehr Sportangler auf das Störgebiet mit seinem weitläufigen Netz aus Nebenflüssen aufmerksam.
Bei einer aktuellen Befischung auf Forellen- und Lachslaichfische konnten in der neu gestalteten Stör neben Meerforellen auch mächtige Lachse gefangen werden, 4 Männchen und 4 Weibchen. Die Weibchen hatten restlos abgelaicht, wahrscheinlich in den neuen Kiesstrecken der mittleren Stör. LSFV-Gewässerreferent Hartwig Hahn vermutet, dass es sich bei diesem 120 cm langen und ca. 20 kg schweren Männchen um den bisher größten Lachs handeln könnte, der in der Nachkriegszeit in Deutschland gefangen wurde. Oder sind größere Exemplare nachweislich bekannt?
Text und Fotos: Jörn Wittenberg & mit freundlicher Genehmigung vom Landessportfischerverband Schleswig-Holstein e.V. (www.lsfv-sh.de) und Wolfgang Glamann (www.die-stoer.de)
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