...bestaunt: Meeräschen in Heiligenhafen

Ostholstein, 09.06.2010

Ganz gemütlich sind wir am letzten Wochenende bei strahlendem Sonnenschein durch Heiligenhafen spaziert und haben unser Matjesbrötchen genossen. Der Weg führte uns auch zum Yachthafen und da waren sie, die Meeräschen! Meine erste Sichtung in 2010. Ein riesiger Schwarm von locker 70 Tieren in Größen bis zu geschätzten 60 Zentimetern tummelte sich zwischen den Segelbooten und schnappte nach kleinen Partikeln im Wasser. Auch meine Brötchenkrümel wurden in Windeseile von der Oberfläche eingesogen und weggeschnappt. Schade nur, dass ich meine große Spiegelreflexkamera nicht dabei hatte. Deshalb kann ich Ihnen leider nur einige Schnappschüsse mit meiner kleinen Digicam präsentieren. Bis vor 10 Jahren war die Fischerei in der Ostsee auf diesen äußert kampfstarken Fisch noch kaum bis gar nicht bekannt. Mittlerweile ist die Meeräsche ein regelmäßiger Sommergast in der Ostsee und bietet eine excelente Möglichkeit den Zeitraum zwischen Frühjahr und Herbst, bis die Meerforellen wieder ins flache Wasser kommen, zu überbrücken. Für viele ist der Fang einer Meeräsche sogar zur neuen Herausforderung geworden. Doch stellen Sie sich die Sache nicht zu leicht vor, erst mal muss man den Schwarm überhaupt finden, denn ohne Sichtkontakt ist die Fischerei nahezu aussichtslos und das Angeln in Häfen und zwischen Molen und Steganlagen ist ohnehin streng verboten! Sie müssen die Fische also an der offenen Küste finden. Und dann ist da noch die Sache mit dem Köder. Schwimmbrot aus dem Karpfenbereich am Spirolino gefischt, kann Erfolg bringen oder auch die grüne Fliege, z.B. in der Art einer Big Hole Demon mit viel grünem Marabou, allerdings mit Hakengröße 6 oder sogar 4. Auf alle Fälle zählt die Meeräsche zu den am schwierigsten zu fangenden Fischen überhaupt. Bis Ende September werden die Fische noch da sein, da lohnt auf jeden Fall ein Versuch. Sehr gut ist übrigens auch die Suche vom Fahrrad aus, mit einer leichten Rute und einem Fernglas im Gepäck. Denn von den Deichen und Steilküsten aus, lassen sich die Schwärme am leichtesten finden.



Fotos und Text: Jörn Wittenberg


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