Der Hornhecht jagt im Fehmarnsund

Fehmarn, 06.05.2010

Wer Hornhechte fangen möchte, für den wird es jetzt wieder höchste Zeit an die See zu kommen! Die schlanken und kämpferischen Silberpfeile sind an der Ostseeküste angekommen und ziehen in großen Schwärmen die Küsten auf und ab. Die blühenden Rapsfelder deuten jedes Jahr auf den Beginn der Hornhechtsaison hin, egal wie kalt und lang der Winter auch war. Zurzeit sind die Rapsfelder noch hellgelb und werden wohl in ca. 14 Tagen ihren Blühtehöhepunkt erreichen. Dann ist ebenfalls mit dem Höhepunkt der Fänge zu rechnen. Doch bereits jetzt sind manche Angler schon mit zweistelligen Stückzahlen wieder nach Hause marschiert. Die Hornhechtsaison ist extrem kurz und bereits im Juli werden sich die Fische nach dem Laichgeschäft wieder ins tiefere Wasser verziehen. Der Klassiker für eine erfolgreiche Hornhechtjagd ist die Wasserkugelmontage mit einem ca. 100cm langen Vorfach und einem 6er Einzelhaken. Ggf. müssen noch einige Körnchen Bleischrot auf das Vorfach geklemmt werden und die Montage ist perfekt. Der Köder besteht aus einem dünnen und langen Heringsfetzen, der zum Ende hin vom Fleisch befreit wird, damit die dünne Haut verführerisch in der Strömung flattert.

Wer keine Wasserkugel besitzt, kann alternativ auch eine große Raubfischpose benutzen, wobei sich eine Wasserkugel deutlich besser und weiter werfen lässt. Als Angelplätze sind Molen und Seebrücken sehr gut geeignet. Auch das klassische Spinnfischen mit Blinker und Wathose ist eine gute Möglichkeit die quirligen Hornis zu überlisten. Sie sollten dazu lediglich die Drillinge der Blinker eine Nummer kleiner wählen, etwa Größe 6 oder sogar 8 und den vorhandenen Sprengring um einen weiteren ergänzen, so gehen weniger Fische im Drill verloren. Um den Spaßfaktor noch mal zu erhöhen, kommt eine sehr kleine 2000er oder maximal 3000er Rolle, wie z.B. die neue Quantum Salsa zum Einsatz. Die Bremse wird sehr fein abgestimmt und die geflochtene Schnur sollte bitte nicht weniger als 0,10er Durchmesser besitzen. Schon so manche schöne Meerforelle hat überraschend inmitten der Hornhechthatz zugeschlagen und die zu feine Montage einfach weggefetzt!

Text und Fotos: Jörn Wittenberg


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